Muss man als Unternehmer immer erreichbar sein?

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Als Unternehmer kommt man irgendwann an den Punkt, an dem man sich die Frage stellen muss, ob man immer für Kunden erreichbar sein sollte. Gewisse Branchen setzen dies praktisch voraus, bei anderen ist es reiner Service am Kunden. Gerade bei Kleinstunternehmen mit maximal fünf Mitarbeitern kann eine durchgehende Erreichbarkeit allerdings schnell zum Problem werden.

Was Sie bei der Erreichbarkeit beachten müssen und wie Sie das technisch am Besten lösen, zeige ich Ihnen in diesem Artikel.

Branchen mit ständiger Erreichbarkeit

Gewisse Branchen setzen eine ständige Erreichbarkeit praktisch voraus. Dies ist beispielsweise im IT-Sektor der Fall oder bei der Wartung von Produktionsmaschinen, welche 24 Stunden in Betrieb sind.

Auch Kleinstunternehmen stehen dabei unter dem Druck der Kunden, im Bedarfsfall sofort handeln zu müssen. Bei Firmen mit fünf oder weniger Mitarbeitern kann dies allerdings schnell zur Überlastung führen und den Betrieb letztendlich gar gefährden.

Branchen ohne Erreichbarkeitspflicht

Bei den meisten anderen Branchen ist stetige Erreichbarkeit eher ein Service am Kunden als eine Pflicht. Dabei muss man vor allem die Kosten und den Nutzen vor Augen halten. Bringt es dem Kunden wirklich etwas, wenn er mitten in der Nacht anrufen kann? Würde er das Angebot überhaupt nutzen? Kann ich dafür zusätzliches Geld verlangen? Und was kostet es mich (zusätzliche Mitarbeiter, eigene Arbeitszeit)?

Aufgrund von diesen Fragen können Sie erkennen, ob eine ständige Erreichbarkeit bei Ihnen sinnvoll ist.


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Eine ständige Erreichbarkeit organisieren

Speziell für kleine Unternehmen ist es nicht einfach, eine ständige Erreichbarkeit zu organisieren. Dies stellt jeweils sehr starke Eingriffe in die Freizeit der Mitarbeitenden dar. Bei nur wenigen Mitarbeitern muss darum auch unbedingt die rechtliche Situation geprüft werden.

Es gibt allerdings auch Möglichkeiten, wie kleine Firmen die Erreichbarkeit garantieren können:

  • Gehen Sie Partnerschaften ein: Suchen Sie Firmen mit ähnlichen Angeboten und wechseln Sie sich bei der Erreichbarkeit ausserhalb der Bürozeiten ab. Dadurch können Sie die entstehende Belastung auf mehrere Firmen verteilen.
  • Nutzen Sie intelligente Telefonsysteme: Geben Sie von einem Band Hinweise an den Kunden weiter wie spezielle Gebühren, Verweis auf bestehende Unterlagen etc. Nur wenn er danach bestätigt, wird das Telefonat tatsächlich durchgestellt.
  • Richten Sie eine Hilfeseite im Internet ein: Sammeln Sie häufige Fragen von Kunden und beantworten diese auf einer FAQ Seite Ihrer Webseite. Verweisen Sie im Band auf diese Seite, um die Anzahl nachfragen zu reduzieren.

Wenn Sie diese Tipps beachten, können Sie die nächtlichen Nachfragen von Kunden bereits merklich reduzieren. Somit sparen Sie Geld und schonen vor allem die Nerven Ihrer Mitarbeiter.

Weitere Meinungen

Dieser Beitrag ist entstanden aufgrund des Aufrufs im Webmasterfriday. Interessante Beiträge weiterer Teilnehmer:

„Da ich mich leicht von Facebook in seinen Strudeln der Prokrastination saugen lasse, versuche ich zu regelmäßigen Zeiten auf Facebook zu gehen“ (pyeah.de); „Ich führe 60-70 Telefonate am Tag.“ (pincus-sport.de); „Für mich ist es eines der schönsten Dinge am Bloggen: der Kundenkontakt.“ (seoranks.de); „Wenn ich nicht gestört werden will, werde ich nicht gestört. Auch wenn ich mich später vielleicht entschuldigen muss“ (mybasti.de)

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